Lofoten im Jänner – auf so eine Idee, können wohl nur Fotografen kommen, die auf der Suche nach dem sanften Licht der tief stehenden Sonne sind. Angeregt durch einen Vortrag der Familie Vlcek sowie durch unseren Fotoclubkollegen Gerhard Lenk, machten sich im Jänner 2025 vier Fotografen des ESV Fotoclub St. Pölten auf den Weg in den hohen Norden.
Dass die Anreise Zeit in Anspruch nehmen würde, war uns bewusst: Mit dem Zug ging es nach Wien-Schwechat, weiter per Flug nach Oslo, von dort nach Bodø und schließlich mit einer kleinen DASH-8, gebaut für kurze Start- und Landebahnen wie jene in Leknes nach ebendort. Gegen 21:30 Uhr nahmen wir unsere Mietwägen in Empfang und fuhren die letzte, etwa einstündige Strecke nach Hamnøy. Dort angekommen – in einer wahrlich luxuriösen Lodge auf der Insel Moskenes – begrüßten uns bereits die ersten, zarten Schleier der Nordlichter.
In den folgenden Tagen erkundeten wir die Umgebung rund um Hamnøy. Unsere Wege führten uns nach „Å“, dem Ort mit dem wohl kürzesten Namen, ins pittoreske Nusfjord sowie zu zahlreichen weiteren Fotospots auf der Insel Moskenesøy. Tagsüber begeisterte uns das weiche, fast malerische Licht, während uns abends immer wieder mystische Nordlichter in ihren Bann zogen.
Am 30. Jänner stand ein Quartierwechsel an: vom idyllischen Hamnøy ins bereits deutlich „urbanere“ Leknes. Dort bezogen wir eine Unterkunft in einer kleinen Bucht südlich des berühmten Strandes von Haukland. Besonders die Strände Vik, Haukland und Uttakleiv hinterließen einen bleibenden Eindruck. Gestärkt durch die legendären Zimtschnecken des Sjokoladerommet-Cafés gelangen uns auch hier nächtliche Aufnahmen einer dramatischen Aurora Borealis.
Nach neun Tagen im hohen Norden traten wir schließlich den langen Heimweg an. Im Gepäck: unzählige einzigartige Eindrücke, bleibende Erinnerungen – und Speicherkarten, randvoll gefüllt mit Licht, Landschaft und nordischer Magie.






Schreibe eine Antwort